Seestern.jpg

Traditionelle Europäische Naturheilkunde TEN

Wie und warum wirkt TEN?
Durch gezielte therapeutische Reize wird eine Aktivierung und Modifizierung der Selbstheilungskräfte und des Immunsystems, ebenso eine Stoffwechselaktivierung („Entgiftung") angeregt. Durch eine Anpassungen der Ernährung und des Lebensstils an die individuellen Ressourcen des Patienten werden Reaktionsblockaden, welche einen Heilungsprozess behindern, vermindert. Das Therapieziel beinhaltet eine langfristige Stabilisierung, eine Stärkung der Konstitution und erhöhtes Wohlbefinden auf allen Ebenen des Menschen (Seele, Geist, Körper). Durch die naturheilkundliche Beratung wird die Eigenverantwortung und Eigenbeteiligung des Patienten in Bezug auf seine Gesundheit gefördert.

Ablauf einer Behandlung
Die in der Fachrichtung TEN verwendeten Diagnostik-/Therapieverfahren und Arzneimittel sind sehr vielfältig. Da jeder Naturheilpraktiker TEN eigene Arbeitsschwerpunkte wählt, können sich ihre Konzepte unterschiedlich gestalten. Ungleiche gesetzliche Rahmenbedingungen der Kantone und verschiedene Ausbildungsstandards der Therapeuten erschweren zusätzlich ein einheitliches Erscheinungs- und Wirkungsbild.

Anamnese
Der Patient erläutert seinen Konsultationsgrund und seine Beschwerden und deren Entstehungsgeschichte. Der Behandelnde bespricht diese mit dem Patienten, stellt klärende Fragen und führt körperliche Untersuchungen durch. Es folgt eine generelle Befragung nach den Kriterien der TEN zum Allgemeinzustand, zu weiteren Beschwerden, den Körperfunktionen, der Lebensweise, Ernährung, Schlaf, psychischen Aspekten, durchgemachten Krankheiten und der Herkunftsfamilie, Impfungen, Operationen, Medikamenten und vorgängigen Therapien.

Diagnostik
Die Untersuchung erfolgt nach den Kriterien der TEN: Tast-, Abhör-, Klopf-, Puls-, Augen- (Iris-), Zungen-, Reflexzonenbefunde und Blutdruck werden ermittelt. Unter Umständen werden weitere Diagnosen mittels Dunkelfeldmikroskopie oder Austestungen z.B. Elektroakupunktur, Kinesiologie oder Bioresonanz erschlossen. Falls nötig werden Laboranalysen (Blut, Stuhl, Speichel, Urin, Haar) durchgeführt/veranlasst und die Befunde analysiert.
Alle Informationen aus Anamnese/Untersuchungen, zur Konstitution und dem Temperament des Patienten auf der Basis der TEN werden zu einer zusammenfassenden Gesamtschau verknüpft.

Therapie
Auf der Basis dieses diagnostischen Gesamtbildes wird in Zusammenarbeit mit dem Patienten ein Therapiekonzept erstellt, welches sowohl die Linderung der aktuellen Beschwerden, als auch die Stabilisierung der konstitutionellen Situation (Konstitutionstherapie) anstrebt. Je nach Therapeut können dabei folgende Therapieverfahren eingesetzt werden:
• Manuelle Therapien, physikalische Therapien (Licht-, Luft-, Wasser-, Wärme-, Kälteanwendungen), Atemtherapie, Reflexzonentherapie
• Aufbau und Stabilisierung der natürlichen Bakterienbesiedelung der Schleimhäute z.B. mittels Darmfloraaufbau oder Colonhydrotherapie
• Optimierung der Lebensweise (Ordnungstherapie), Ernährungsberatung (ev. mit individuellem Ernährungsplan) und therapeutisches Gespräch
• Ausleitungsverfahren, Bioresonanz

Je nach Kanton und Bewilligung können sich die Therapien stark unterscheiden: So sind z.B. invasive Therapien wie Injektionen nur im Kanton Appenzell AR erlaubt.

Arzneimittel
• Traditionelle Heilpflanzenkunde/ rationale Phytotherapie, Gemmotherapie, Blütenessenzen
• potenzierte Arzneien, isopathische Heilmittel, Nosoden, biochemische Arzneimittel (sog.
"Schüssler-Salze")
• Spagyrische Arzneimittel,
• Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Enzyme, Aminosäuren u.a.
Auch die Arzneimitteltherapie gestaltet sich je nach Kanton und Bewilligung sehr unterschiedlich: Einige Therapeuten geben selber Heilmittel ab, andere rezeptieren oder empfehlen sie.

Behandlungen: Wie lange/wie oft
Ein Ersttermin dauert je nach Beschwerdebild und Therapie ca. 30 - 90 Minuten, Folgetermine je nach Therapie und Häufigkeit der Termine ca. 20 – 60 Minuten. Manuelle Therapien verlangen nach häufigeren Terminen bis 3 x pro Woche, für andere Therapien können 1- 4 x pro Monat ausreichen.

Mögliche Nebenwirkungen der Behandlung
Kräftige und dauerhafte Nebenwirkungen sind bei korrekten Anwendungen keine zu erwarten. In seltenen Fällen können sich bestehende Symptome kurzfristig verstärken, was als positives Zeichen für das Ansprechen der Therapie bewertet wird. Ausserdem können sich Ausscheidungen vorübergehend verstärken. Bei unerwarteten bzw. starken Reaktionen sollte sich der Patient unbedingt mit seinem Therapeuten in Verbindung setzen.

Worauf muss geachtet werden
Änderungen des Therapiekonzeptes sind mit dem Behandelnden zu besprechen und Anpassungen nicht eigenmächtig vorzunehmen. Zusätzliche schulmedizinische oder naturheilkundliche Therapien und Arzneimittel sind dem Behandelnden mitzuteilen.

Kontraindikationen der Behandlung
Bei schwerwiegenden Verletzungen oder Erkrankungen, übertragbaren Krankheiten (Infektionen), Geschlechtskrankheiten und Beschwerden der Genitalien, bei zunehmender Verschlechterung des Gesamtbefindens und/oder der Beschwerden ist eine schulmedizinische Abklärung und Behandlung nötig. Eine begleitende naturheilkundliche Behandlung ist auch in diesen Fällen möglich.

Kosten für Behandlungen und Medikamente
Die Kosten sind abhängig vom gewählten Therapiekonzept und den eingesetzten Verfahren: Die Stundensätze variieren von ca. Fr. 100.-- bis 180.--, die Kosten für Medikamente belaufen sich auf ca. Fr. 30.-- bis 150.-- (ev. via Apotheke/Drogerie) pro Sitzung. Bei bestimmten Abklärungen können u.U. Laborkosten von ca. Fr. 100.-- bis 300.-- entstehen.